Hildegunde Zeunert
Technik
http://www.zeunert-kosmogramme.de/technik.html

© 2013 Hildegunde Zeunert
http://www.zeunert-kosmogramme.de
Hildegunde Zeunert
Foto-Kosmogramme

Technik

Grundelemente meiner Bilder sind Fotos mit Ausschnitten aus meiner Umgebung, ergänzt und erweitert durch deren Spiegelbilder. Diese Teile bringe ich in einen neuen Zusammenhang. Ich verschiebe, verdrehe, vertausche - solange, bis ein Bild entsteht, das in sich stimmt. Aus Teilen fügt sich ein Ganzes, das etwas Neues sagt, etwas Überraschendes - auch für mich.

In Harmonie gebracht, vollzieht sich eine Metamorphose, die das Geheimnis der Natur entdeckt und enthält. Beim Betrachten des fertigen Bildes entsteht eine Verbindung zur eigenen Gefühls- und Vorstellungswelt, die eine vergessene Perspektive des Sehens erweckt und auf vielfältige Art neues Sehen ermöglicht.

Professorin Rosmarie Kesselheim bemerkte zu meiner Ausstellung - Kosmogramme -

Hildegunde Zeunert fand ihr Gestaltungsmedium in der Fotografie.

Zunächst fasziniert von den Formen und Strukturen der Natur fotografierte sie alles, was sie an Pflanzen, Bäumen, Geäst, Rinden und Wurzeln, Moosen und Flechten, Erden, Geröllen und Steinen finden konnte.

Dann liess sie die formal Reichsten und Ausdrucksvollsten vervielfältigen und eines Tages begann sie das Spiel mit den Bildern.

Was geschieht, wenn man sie aneinanderreiht, untereinander legt, wenn man sie spiegelverkehrt abzieht und gegeneinandersetzt, wenn man sie auf den Kopf stellt und eine Aufnahme an die andere anpasst und das Bildfeld bis zur sechs- oder achtfachen Grösse wachsen lässt.

Es entsteht ein ornamentales Bild!

Ferner - stellen wir Überrascht fest, dass sich die Gegenstände nur durch die Verkehrung gewohnter Plazierung und die Einfügung in einen irrationalen Zusammenhang in etwas ganz anderes verwandeln, eine andere Bedeutung und eine neue Ästhetische Qualität gewinnen, die sie vorher nicht hatten.

Alles was wir jetzt in den Bildern zu erkennen glauben ist objektiv nicht vorhanden.

Wahrnehmung ist immer auf Verstehen aus. Das Auge sucht die optischen Reize zu identifizieren, es will Form mit Sinn verbinden.

Zitat Leonardi da Vinci: ,,Ich werde nicht ermangeln, unter diese Vorschriften eine neuerfundene Art des Schauens herzusetzen, die sehr brauchbar ist, den Geist zu verschiedenerlei Erfindungen zu wecken.´´ Dieses Sehen und Überraschende Sinnfinden ist ein geistiges Vergnügen.

Zum Schluss:
Betrachten wir die Arbeiten von Hildegunde Zeunert, dann finden wir diese Wirkung von Feierlichkeit, Unwidersprechlichkeit, Harmonie und Geschlossenheit wieder.

Aus diesem Wirkungsgrund entwächst die Fantastik der Gestalten und Strukturen und blickt uns würdevoll und mit leisem bizarrem Humor an.

Viele Bilder haben etwas von Merlin´s Zaubergärten, von Szenerien aus dem Lande Oz.

Und so möchte ich sie nennen Ikonen des Phantastischen, Meditationstafeln für Träume, Ornamente der Irritation, die gegen alle rationale Erkenntnis unser anschauliches Denken zwingen, durch reale Formen die höhere Wirklichkeit von Ideen hindurch scheinen zu sehen.